--- Nachfolgende Mail ist meine Antwort auf eine Nachfrage bzgl. Postmaster Bounces. Vielen Dank an Helmut Reininger für die Genehmigung zur Veröffentlichung. --- Helmut Reininger wrote: Hallo Helmut, > in einer Diskussion in der Newsgroup at.usenet.sonstiges haben Hubert > Partl und Toni Grass darauf hingewiesen, dass man sehr wohl Unbeteiligte > trifft, wenn man eine bouncende Adresse im From hat. Ihre Sichtweise > (sie sind Mailserveradmin) kannst du hier nachlesen: Ich bin auch Administrator eines Mailservers und kenne diese Argumentation. a) Ich persönlich bin der Meinung, dass der Mailserver der eine Mail ablehnt (der eigentliche Bounce wird ja am sendenden Mailserver erzeugt), keinen eigenen Bounce erzeugen und an den Postmaster senden sollte. 1. Dadurch liefert man sich Dictionary-Attacks durch Spammer aus. (Der Spammer probiert ein paar zehntausend Adressen aus und du bekommst ebensoviele Bounces.) 2. Hat der Sender bereits eine Mitteilung erhalten, dass seine Mail nicht empfangen wurde. (Sein 'eigener' Mailserver hat ja bereits einen Bounce erzeugt.) Es gibt keinen Grund, seine Mail nochmal aus den Bounces rauszufischen und an den richtigen Empfänger weiterzuleiten. 3. Halte ich es für nicht richtig Bounces nach 'legitimer' Mail durchzuschauen. Zwar kann niemand davon ausgehen, dass seine Mail 'unbesehen' bis zum Empfänger gelangt, aber die Verletzung der Privatsphäre der eigenen Nutzer sollte nicht mutwillig durch Speicherung und Durchsicht von Bounces geschehen. 4. Wenn denn unbedingt Bounces für den Postmaster generiert werden müssen, dann ist es der Job eines Postmasters sich mit dem Unbill das dadurch entsteht auseinanderzusetzen. Immerhin wird er seinen Mailserver bewusst so konfiguriert haben. (Vielleicht ist es Zeit für eine "Postmaster Bounces Harmful"-FAQ. ;) b) Gilt IMO auch für Postmaster-Bounces das Gleiche wie für Bounces die bei den Besitzern gefälschter From-Adressen einschlagen: Der Spammer ist für den Bounce verantwortlich, nicht derjenige, der bewusst eine (erkennbar) ungültige eMail-Adresse verwendet hat. Um das mit einem (vielleicht etwas hinkenden Vergleich zu verdeutlichen: Jemand hat den Einwurfschlitz seines Postkastens zugeklebt. Ist derjenige verantwortlich, wenn nun der Werbeausträger kommt und meint seinen Mist in den Garten des Nachbarn werfen zu müssen? Wohl kaum. > Im Sinne einer umfassenden Aufklärung über potenzielle Chancen und Risiken, > wäre es erfreulich, wenn du Tonis und Huberts Standpunkt in deine FAQ > aufnehmen könntest. Ich muss den entsprechenden Punkt eh noch etwas überarbeiten. Sofern du nichts dagegen hast werde ich u.U. provisorisch auf eine Kopie dieser eMail verweisen. > Vielen Dank im Voraus und schöne Pfingsten, Ich habe zu danken und ein schönes verlängertes WE, Florian -- "Berauscht euch, Freunde, singt und liebt und lacht, und lebt den schönsten Augenblick! Die Nacht, die man in einem Rausch verbracht, bedeutet Seeligkeit und Glück." [Gustav Gründgens]