FAQ: Ungültige Adressen im Usenet
oder: "Der beste Weg, von Leuten, die man nicht kennt und von denen man
gar nichts wollte, drastisch beleidigt zu werden."
1. Problematik
2. Falsche vs. ungültige eMail-Adressen
3. Nachteile und Probleme
4. Alternativen
5. Konfliktbehandlung
6. Informationen zu dieser FAQ
1.1 Sollte ich eine gültige, gelesene eMail-Adresse zumindest im Reply-To: haben?
Ja. Das Usenet wurde ursprünglich so konzipiert, dass die Poster über eMail
erreichbar sein sollten. Man sollte sich jedoch auch über die Risiken im Klaren sein und sich
bewusst sein, dass die Möglichkeit eine ungültige eMail-Adresse anzugeben existiert und durchaus
eine akzeptable und unschädliche Methode zur Spamvermeidung ist. Es ist also durchaus wünschenswert
eine reply-fähige eMail-Adresse im Header anzugeben, es ist aber definitiv kein Muss und
- wenn richtig gemacht - auch kein Usenet-schädliches Verhalten.
1.2 Muss ich zur Teilnahme am Usenet meine gültige eMail-Adresse im Header angeben?
Nein, natürlich nicht. Mal abgesehen von etwaigen Sonderbestimmungen des Betreibers
deines Newsservers, kann und wird dich niemand dazu verpflichten deine eMail-Adresse im Header
anzugeben. Manche Poster in einschlägigen de.-Newsgruppen geben sich zwar alle Mühe diesen
Anschein zu erwecken, aber eine derartige Verpflichtung gibt es nicht.
1.3 Entspricht eine echte eMail-Adresse im Header nicht dem Konsens im Usenet?
Wenn überhaupt, dann nur in der de.*- und eng verwandten Hierarchien. Ob tatsächlich die Mehrheit
der dort Lesenden und Schreibenden die Meinung vertritt, dass die Verwendung 'gefälschter'
(korrekter: ungültiger) eMail-Adressen 'asozial' ist, sei dahingestellt. Fest steht
jedoch, dass die Behauptung eine echte eMail-Adresse im Header entspreche dem Konsens des de-Usenets
genauso unbeweisbar ist, wie die Behauptung eine ungültige eMail-Adresse im Header entspreche dem
Konsens des alt-Usenets. Man darf dabei ja auch nicht vergessen, dass viele eine gültige
Wegwerf-Adresse verwenden, allein um nicht ins Fadenkreuz derjenigen zu gelangen, die diesen
vorgeblichen 'Konsens' mit z.T. rabiaten Postings verteidigen.
1.4 Warum also nicht einfach die eigene, echte eMail-Adresse verwenden?
Das ist wohl die bei weitem eleganteste Lösung. Beziehungsweise:
Sie wäre es, wenn denn da nicht die Plage des modernen Internet
wäre: Spammer. Jeder der schon einmal irgendwo im Internet seine
eMail-Adresse veröffentlicht hat, wird schon einmal Bekanntschaft
mit dieser besonderen Spezies gemacht haben. NNTP-Server und Usenet-Archive
werden von ihnen mit automatisierten Suchrobotern nach Zeichenfolgen
durchsucht, die eine gültige eMail-Adresse darstellen könnten. Alle auf diese
Art gefundenen Adressen wandern anschließend in Listen die das Ziel einer z.T.
unablässigen Flut von Werbemails werden. Da Spammer diese Listen zudem untereinander handeln wird eine
einmal in diesen Kreislauf eingetretene eMail-Adresse in der Regel von immer mehr Werbemails getroffen,
die Flut an Werbung ebbt also normalerweise nicht mit der Zeit wieder ab, sondern verstärkt sich nur
noch. Dieser Effekt tritt bei fast jeder eMail-Adresse früher oder später auf, das lässt sich praktisch
nicht verhindern. Beeinflussen lässt sich lediglich nach welcher Zeitspanne dieser
Effekt auftritt und wie stark er ausfällt. Jeder der im Usenet
postet (vielleicht sogar in den internationalen Hierarchien) wird
bemerkt haben wie schnell eine in Usenet-Postings verwendete
eMail-Adresse 'verbrannt' ist, d.h. eine stetig wachsende Zahl von Spams erhält. Die
Geschwindigkeit mit der dies passiert und die Menge an eintreffenden
Spam-Mails hängt dabei stark von den Gruppen ab, in die gepostet
wurde. Der Effekt tritt aber grundsätzlich immer auf. Jede Adresse
die einmal ins Usenet gepostet wurde, wird auf unabsehbare Zeit von verschiedensten
Usenet-Archiven wie z.B. http://groups.google.de/
gespeichert und dort auch immer wieder von Spammern abgegrast. Eine
solche Adresse wird man nie wieder spamfrei bekommen.
1.5 Aber meine eMail-Adresse kann doch von Spammern auch von meiner Homepage abgegrast werden?
Durchaus richtig. Die Frage ist nur, wie hoch diese
Wahrscheinlichkeit ist im Vergleich dazu, dass sie aus dem Usenet
abgegrast wird. Ich empfehle hier jedem einen kurzen eigenen Test: Man
erstelle zwei eMail-Adressen, baue eine davon in die eigene Homepage ein
und poste mit der anderen in einigen gut frequentierten Newsgroups. Die
Usenet-Adresse dürfte nach wenigen Wochen in Spam ertrinken, die
auf der Homepage dagegen noch in ein, zwei Jahren (fast) spamfrei sein.
1.6 Hilft mir eine ungültige eMail-Adresse, wenn ich schon ein Posting mit meiner echten Adresse in Umlauf gebracht habe?
Nein, leider nicht. Das Posting wird bereits in eine ganze Reihe von Usenet-Archiven aufgenommen
worden sein und die darin verwendete eMail-Adresse wird daher auf unabsehbare Zeit für die
Öffentlichkeit (und damit auch für die Suchmaschinen der Spammer) zugänglich sein. Eine ungültige
eMail-Adresse kann also nur noch dazu dienen eine andere Adresse zu schützen.
2.1 Was ist der Unterschied zwischen falscher eMail-Adresse und ungültiger eMail-Adresse?
Eine falsche eMail-Adresse ist eine solche, die syntaktisch
korrekt ist und nach gängigen Definitionen eine gültige
eMail-Adresse sein kann, deren Eigentümer man aber nicht ist.
Würde z.B. jemand anderes als ich unter der Adresse
"noreply@usenet.noemails.net" posten, so würde er eine falsche
eMail-Adresse verwenden. Genauso verhält es sich mit Adressen wie
"nospam@test.org" oder "IHATESPAM@nospam.com" und ähnlichen. Wer nicht Eigentümer der entsprechenden Domain ist,
darf auch keine eMail-Adressen dieser Domain ohne Genehmigung
verwenden. Ungültig ist eine eMail-Adresse unter drei Umständen,
- wenn sie auf eine Domain zeigt, die dem Verwender gehört,
also wenn ich z.B.
"noreply@usenet.noemails.net" verwenden würde, und diese Adresse
nicht existiert.
- wenn sie eine öffentliche eMail-Adresse ist, deren
Verwendung als anonyme Adresse ausdrücklich erlaubt ist, wie z.B.
me@privacy.net.
- wenn sie auf ".invalid" endet, wie z.B. "nospam@nospam.invalid".
2.2 Wo wird mir erklärt wie eine ungültige eMail-Adresse aussehen sollte?
Unter http://www.geocities.com/mungfaq/deutsch.html
findet sich eine ausführliche Anleitung und genauere
Erläuterungen zu diesem Thema.
3.1 Verstoße ich damit nicht gegen technische Standards?
Eine ungültige eMail-Adresse im From eines Usenet-Postings verstößt gegen RFC 850 und
RFC 1036, in denen die Grundlagen des heutigen NNTP-Protokolls dargestellt werden. Die
entscheidende Textstelle aus RFC 850 lautet:
2.1.3 From The From line contains the electronic mailing
address of the person who sent the message, in the ARPA
internet syntax. It may optionally also contain the full
name of the person, in parentheses, after the electronic
address. The electronic address is the same as the entity
responsible for originating the article, unless the Sender
header is present, in which case the From header might not
be verified.
Interessant ist dabei vor allem die Tatsache, dass der Autor des Textes offensichtlich
davon ausging, dass der Absender eines Postings nur eine einzige eMail-Adresse haben
würde. 1983, als RFC 850 verfasst wurde, traf dies in der Regel auch noch zu. Bereits
an diesem kleinen Faktor lässt sich jedoch bereits der Hauptkritikpunkt an dem 20
Jahre alten Dokument festmachen: Es geht von Voraussetzungen aus, die in der jetzigen
Zeit schlicht unzutreffend sind. Insbesondere existierte in der Frühzeit des Usenet
das Spam-Problem noch nicht. Der massenhafte Versand von eMails zu Werbezwecken war
schlicht und ergreifend unbekannt. Die Autoren gingen nicht davon aus, dass der
Absender eines Postings durch die Veröffentlichung seiner eMail-Adresse Unbill egal
welcher Art ertragen müsste oder mit massenhaften unerwünschten eMails konfrontiert würde.
RFC 1036 die im Jahr 1987 veröffentlicht wurde und RFC 850 ablöste, übernahm die
entsprechende Textstelle ohne Änderung. Auch zu dieser Zeit assoziierten die Autoren mit
"Spam" höchstens die falsche Schreibweise eines amerikanischen Konservenprodukts und
einen Monty-Python-Sketch.
Die Tatsache, dass die RFCs von Voraussetzungen ausgehen die heute nicht mehr gegeben sind
wurde inzwischen auch von der IETF erkannt, die an einer Neufassung arbeitet. Im Arbeitsentwurf
vom Juni 2003 heisst es bezüglich der vorgeschriebenen Syntax des From Eintrags:
5.2. From
The From-header contains the email address(es), possibly including
the full name(s), of the article's poster(s), or of the person or
agent on whose behalf the article is posted (see the Sender-header,
6.2). The content syntax makes use of syntax defined in [RFC 2822].
header =/ From-header
From-header = "From" ":" SP From-content
From-content = mailbox-list
NOTE: Observe that there is no provision for parameters in this
header, or in other headers containing addresses likely to be
used for sending email (see 4.2.2). When, for whatever reason,
a poster does not wish to use a valid address, the mailbox
concerned SHOULD end in the top level domain ".invalid" [RFC
2606].
Der Entwurf hat inzwischen die elfte Revision erreicht und die neue Definition
des From-Eintrags ist dabei eine relativ klare Konstante geblieben. Es ist daher nicht
wahrscheinlich, dass sie sich noch ändern wird. Die Mühlen der IETF mahlen allerdings sehr
langsam, mit einer zeitnahen Veröffentlichung einer neuen RFC sollte grundsätzlich nicht
gerechnet werden. Bis dahin bleibt RFC 1036 formal gültig. Daraus folgt jedoch kein Zwang
eine gültige eMail-Adresse zu nutzen, denn RFCs sind und bleiben lediglich Empfehlungen an
die Netzgemeinde. Im Idealfall sollten diese Empfehlungen auch befolgt werden, sie können
jedoch guten Gewissens eigenständig angepasst werden sofern es die tatsächlichen Umstände
erfordern. Dies trifft insbesondere dann zu, wenn die IETF selbst eine Änderung der in der
entsprechenden RFC niedergelegten Regelungen anstrebt.
Dringend beachtet werden sollte aber die Tatsache, dass auch die kommende RFC aller Vorausicht
nach lediglich ungültige Adressen gemäß RFC 2606 zulassen wird, d.h. solche die auf ".invalid" enden.
Das ist im Rahmen des RFC-Entwurfs auch eine sachgerechte Lösung. Die Definition von ungültigen
Adressen im Rahmen dieser FAQ ist jedoch noch ein Stück weiter gefasst, da aufgrund von RFC 1036
vor allem viele deutsche Newsserver die Annahme eines Postings mit echter ungültiger Adresse im From
verweigern. In diesem Fall kann ohne Bedenken eine unsaubere Lösung wie "me@privacy.net" oder eine
eigene ungültige Adresse verwendet werden. Soweit der Newsserver ".invalid" akzeptiert sollte man
aber auf jeden Fall RFC-konform bleiben und eine derartige Adresse verwenden.
3.2 Ruiniere ich damit das Usenet als Kommunikationsmedium?
Nein, wieso das denn? Newsgroups selbst sind ja zum Diskutieren
da. Für Notfälle kann man immer noch eine (am besten nicht
maschinenlesbare) eMail-Adresse in der Signatur angeben, z.B. in der
Form "faq /-at-/ usenet - noemails - net". Wer dringend etwas mitteilen
will kann dies damit ohne Probleme tun. Wenn es jemandem zuviel Aufwand
ist die Adresse abzuschreiben, dann wäre wohl auch die Mail, die er geschrieben hätte, nicht so wichtig gewesen sein. Ob man
eMail-Antworten auf Postings empfangen will entscheidet man noch immer
selber. Man muss sich dabei bewusst sein, dass sich manche Andere aus
Prinzip weigern werden auf solche Postings zu antworten. Deren Entscheidung
sollte man jedoch auch entsprechend akzeptieren und respektieren.
3.3 Treffe ich mit der ungültigen Adresse nicht auch Unbeteiligte?
Spammer sind bekannt dafür, dass sie als Absender in ihre eMails die Adressen anderer eintragen.
Diese bekommen dann auch logischerweise alle Fehlermeldungen (sog. Bounces) die beim Ausliefern
dieser Spam-Mails entstehen. Die Logik der Einige folgen ist die, dass, wenn ein Spammer eine
eMail an eine ungültige Adresse verschickt und diese bounct, der ursprüngliche Verwender dieser
Adresse für diesen Bounce verantwortlich ist. Folgte man diesem Argument müsste man dafür sorgen,
dass alle eMail-Adressen die man je verwendet hat auf unabsehbare Zeit gültig bleiben und nicht
bouncen. Denn es könnte ja jemand Spam-Mails an diese schicken und es könnte dadurch ja ein Anderer
einen Bounce erhalten. Du "triffst" niemand Unbeteiligten mit der ungültigen
Adresse, da du mit dem Versenden der Spam-Mail nichts zu tun hattest.
Bounces gehören unweigerlich zum System SMTP. Und das jemand, dessen Adresse von einem Spammer als
Absender missbraucht wurde, in Bounces ertrinkt ist tragisch und sicher unangenehm, kann aber nicht
den Verwendern der nicht (mehr) gültigen Adressen zugerechnet werden. Eine kleiner Vergleich zur Illustration:
Angenommen jemand klebt seinen Einwurfschlitz für Post zu und hat diese Adresse auch nie
verwendet, um irgendetwas zu bestellen, im Gegenteil immer ausdrücklich darauf hingewiesen, dass
man hier keine Post hinschicken kann. Ist derjenige nun verantwortlich, wenn ein Werbeausträger
seine Fracht im Garten des Nachbarn ablädt?
Auch wird dabei vielfach übersehen, dass denjenigen, deren Adressen als Absender eines Spamruns
missbraucht worden sind, auch mit der konsequenten Verwendung von gültigen eMail-Adressen im
gesamten Usenet nicht wirklich geholfen wird. Denn für den Besitzer einer Mailbox macht es keinen
großen Unterschied mehr, ob diese von 1000 oder 2000 Bounces getroffen wird. Unbrauchbar ist sie
in beiden Fällen bis zur Einrichtung passender Filter.
3.4 Was ist mit den Postmastern, die die Bounces ihrer Mailserver durchsehen müssen?
Hier sei provisorisch auf eine entsprechende Mail unter
http://usenet.noemails.net/postmaster-bounces-mail.txt
verwiesen, die ich zu diesem Thema geschrieben habe.
4.1 Sollte ich dann nicht einfach einen Wegwerf-Account einrichten, den ich nie lese?
Nein. Den einzigen Vorteil gegenüber einer ungültigen Adresse
den dies hätte, wäre, dass keine Bounces erzeugt würden, sofern die Mailbox regelmäßig gelöscht würde.
Der gravierende Nachteil wäre dagegen, dass jemand der nichtsahnend eine legitime eMail dorthin
schickt nie erfahren wird, dass diese nicht angekommen ist. Eine solche Lösung ist demnach abzulehnen.
Entweder man gibt eine richtige, gelesene Adresse an oder eine ungültige.
4.2 Reicht es, wenn ich meine eigene eMail-Adresse nur verfälsche, also z.B. faqNOSPAM@usenet.nospam.noemails.net?
Nein. Das hat zwei einfache Gründe: Erstens filtern viele
Spammer inzwischen unoriginelle Verfälschungen wie 'NOSPAM',
'REMOVE' o.ä. aus Adressen heraus und zweitens kann man sich
für gewöhnlich nicht sicher sein, dass diese Adresse nicht
existiert und jemand anderem gehört.
4.3 Werden Reply-To-Adressen nicht viel seltener bespammt?
Das variiert. Im Großen und Ganzen ist diese Aussage aber wohl (noch) richtig. Das liegt insbesondere
daran, dass der durchschnittlich Spammer die Postings nicht vollständig von den Usenet-Servern bezieht,
sondern sich nur mit Hilfe eines XOVERs eine Übersicht der Postings besorgt. Dabei gibt der Server nur
eine begrenzte Menge von Headern zurück, wie z.B. die From-Zeile. Dadurch spart sich der Spammer eine
große Menge Traffic und Zeit. Den Reply-To-Header bekommt er mit dieser Methode aber nicht und muss
notgedrungen auf ihn verzichten. Manche Spammer machen sich aber die Mühe einen kompletten Newsstream
zu beziehen und z.B. durch Einrichtung eines eigenen Newsservers einfach das komplette rohe Datenmaterial
nach eMail-Adressen zu durchforsten. In diesen Fällen fallen ihnen auch die Reply-To-Adressen in die
Hände. Noch scheint diese Vorgehensweise eher die Ausnahme zu sein, trotzdem verlieren dadurch auch
Reply-To-Adressen mit der Zeit ihre Nützlichkeit. Daneben sind diese Adressen auch ein beliebtes Ziel
für eMail-Würmer, da diese ihre Ziele zumeist eh aus einem lokalen Cache abgreifen. Eine Adresse als
Reply-To: zu verwenden bietet also im Moment für eine gewisse Zeit Schutz.
4.4 Sollte man nicht lieber direkt gegen die Spammer kämpfen, z.B. mit LARTs?
Ja, sollte man. Nur ganz ehrlich: Wer, der 40-50 Spams pro Woche bekommt, hat auch nur ansatzweise
die Zeit alle diese Mails in vernünftiger Weise zu analysieren und entsprechende Beschwerde-Mails
abzusetzen? Und vor allem: Wer hat dazu denn wirklich Lust? Hinzu kommt, dass selbst fleissigstes
Beschwerden-Schreiben kaum bis keine Auswirkungen auf die Anzahl der eintreffenden Spam-Mails
hat. Insbesondere asiatische Provider zeigen sich meist sehr uneinsichtig, was die Disziplinierung von
Spammern in ihren Netzen angeht.
5.1 Wie ist der Streitstand?
Ausserhalb des deutschsprachigen Usenets ist die Verwendung von ungültigen eMail-Adressen
akzeptiert und weit verbreitet. Selten, dass einmal eine Diskussion gefälschter vs.
ungültiger eMail-Adressen aufflammt. Forderungen nach einer reply-fähigen eMail-Adresse sind
in den internationalen Gruppen dagegen eher ein Kuriosum. In den de.* und at.* Newsgroups hingegen wird oft,
gerne und vor allem heftig über dieses Thema gestritten. Praktisch jedes Posting mit einer ungültigen
eMail-Adresse im Header zieht unweigerlich eine entsprechende, für gewöhnlich ausufernde Diskussion nach sich.
Meistens entwickeln sich die entsprechenden Threads zu unschönen
Schlammschlachten und enden am Schluss damit, dass sich die Beteiligten gegenseitig in ihre Filter packen.
5.2 Wie vermeide ich Konflikte?
Die einzige Möglichkeit diesen Diskussionen aus dem Weg zu gehen ist ein konsequentes Ignorieren entsprechender
Antworten auf Postings mit ungültiger eMail-Adresse. Im Notfall muss eben auch einmal ein Filter
eingerichtet werden, um einen besonders hartnäckigen oder ausfallenden Poster aus dem eigenen Blickfeld zu
verbannen. Grundsätzlich sollte man einen weiten Bogen um entsprechende Diskussionen in Newsgroups machen.
5.3 Wo diskutiere ich am Besten über dieses Thema?
Sollte man trotzdem unbedingt meinen über ungültige eMail-Adressen diskutieren zu müssen, so sollte
man dies auf jeden Fall in einer dafür vorgesehenen Gruppe machen. Im Falle des de-Usenets wäre dies
de.soc.netzkultur.umgangsformen.
6.1 Wer ist für diese FAQ verantwortlich?
Florian Finkenzeller <faq@usenet.noemails.net>.
6.2 Gibt es dazu Gegenmeinungen?
Ja, und zwar nicht wenige. Siehe dazu auch die Links am Ende
dieses Dokuments.
6.3 Warum wurde diese FAQ geschrieben?
Diese FAQ ist ursprünglich aus Ärger über eine besonders enervierende Diskussion in
de.soc.netzkultur.umgangsformen entstanden.
Inzwischen soll sie lediglich als Gegengewicht zu den bekannten FAQs von Carsten Gerlach und
Matt Curtin verstanden werden. Insbesondere soll sie dazu dienen die Argumente und Gegenargumente
zusammenzufassen die in den herkömmlichen FAQs nicht zur Sprache kommen.
6.4 Ist das hier eine "offizielle" FAQ?
Nein, genausowenig wie die eben genannten FAQs. Merke: Im Usenet gibt es keine "offiziellen" FAQs.
6.5 Ich will konstruktive Kritik loswerden. Wo schicke ich die hin?
Alle Mails die diese FAQ betreffen sollten an <faq@usenet.noemails.net>
geschickt werden. Erwünscht ist insbesondere konstruktive Kritik,
Hinweise auf gefundene Rechtschreibfehler, zusätzliche Fragen, Links
die noch aufgenommen werden sollten, und ähnliches.
6.6 Welche Version hat diese FAQ? Wann wurde sie zuletzt aktualisiert?
Version 1.4.1, letztes Update 23. Dezember 2003.
6.7 Wo findet man die derzeit aktuelle Version der FAQ?
Die aktuelle Version dieser FAQ findet sich immer unter http://usenet.noemails.net/email-adressen.html.
6.8 Weiterführende Links
6.9 Versionen dieser FAQ
- Version 1.1 - 11. April 2003
Ursprüngliche Veröffentlichung
- Version 1.2 - 24. Mai 2003
- Einige Klarstellungen im Text.
-
In Punkt 2.1 die fälschlicherweise im ersten Beispiel der Liste
verwendete Domain 'usenet.nospam.net' in 'usenet.noemails.net' geändert.
- Link zu http://www.8ung.at/madmaxx/newsgroups.html hinzugefügt.
- Version 1.3 - 08. Juni 2003
- Punkt 3.4 hinzugefügt.
- Punkt 3.3 geringfügig überarbeitet.
- Punkt 3.2 geringfügig überarbeitet.
- Abschnitt 5 "Konfliktbehandlung" eingefügt.
- Version 1.4 - 16. Dezember 2003
- Diverse Korrekturen und Umformulierungen.
- Punkt 1.4 überarbeitet.
- Punkt 3.1 neu abgefasst.
- Punkt 3.3 überarbeitet.
- Punkt 4.3 überarbeitet und erweitert.
- Punkt 6.3 neu abgefasst.
- Punkt 6.4 neu eingefügt.
- Version 1.4.1 - 23. Dezember 2003
- Diverse Korrekturen.
© 2003 Florian Finkenzeller
Diese FAQ darf jederzeit verlinkt, kopiert und weiterverbreitet werden.
Sie muss jedoch zu jedem Zeitpunkt einen Verweis auf
http://usenet.noemails.net/email-adressen.html enthalten.